Symptomenkomplexe
Bis jetzt waren diese nur in den großen Materiae medicae wie jenen von T.F. Allen, C. Hering u.a. zu finden.
Ein Symptomenkomplex ist eine Zusammengehörigkeit von Symptomen für einen bestimmten Zustand, die für dieses Mittel charakteristisch ist (siehe Artikel „Calcium bei Durstlosigkeit“). Im Online-Repertorium sind sie mit einem Sternchen gekennzeichnet; durch Klicken auf das Sternchen erscheint der vollständige Komplex.
Symptomenkomplexe, wenn deutlich vorhanden, führen unmittelbar zum Heilmittel.
Nosoden, Sarkoden und Imponderabilien
Henry C. Allen vermochte sich bescheiden zu äußern: Sollte er manchmal heilen können, wo Kollegen gescheitert sind, dann läge es an seinem Anwenden von Nosoden. Sollte ich mir dies zu Herzen nehmen? Eigentlich habe ich es niemals in Frage gestellt, sondern stets nach Hahnemanns Aufforderung, erst zu überprüfen, umgesetzt.
Inzwischen arbeite ich mit mehr als 50 Nosoden, Sarkoden und Imponderabilien. Meine Ergebnisse finden Sie im Online- Repertorium.
Folgende Nosoden, Sarkoden und Imponderabilien wurden nachgetragenen: (Auswahl; Stand 15.07.2009)
Über dieses Repertorium
Der Erfahrungsschatz
Über 40 Jahre Praxiserfahrung und 30 Jahre Lehrtätigkeit!
Nach der anfänglichen Glückszeit zieht sich Gott etwas zurück. Die harten Zeiten beginnen, und es muß alles in Frage gestellt und überprüft werden. Glücklicherweise habe ich das Praxisbewährte und Überprüfte in Büchern, Artikeln und insbesondere in meinem Fernlehrgang niedergeschrieben.
Jetzt kann dieses Wissen viel leichter in ein sich stets ergänzendes Online Repertorium gebracht werden - eine abenteuerliche Arbeit! – Die erste Rubrik dieses Repertoriums – im Kapitel Geist – heißt „Abenteuerlich“!
Altbewährtes
Altbewährtes aus Büchern und Zeitschriften – und hiervon gibt es unbeschreiblich viel – wird unter Angabe der Quelle aufgenommen.
Die bereits in den Repertorien erfaßten Symptome, v.a. im Kapitel Allgemeines, werde ich auf ihre Richtigkeit überprüfen und gemäß ihrer Wichtigkeit farblich kennzeichnen.
Unzuverlässige Symptome werden mit Minus-Zeichen versehen.
Die stetige Arbeit
Ein Team von einem Dutzend Homöopathen durchforscht laufend meine Schriften und Bücher. Die Symptome werden auf ihre Richtigkeit, Wichtigkeit und Formulierung überprüft, wobei jedes Symptom, das nicht aus meiner Praxiserfahrung stammt und neu ist, von mir bis zu seiner Quelle zurückverfolgt wird. Laufend werden neue, geprüfte und ausschließlich zuverlässige Symptome in dieser Online-Version ergänzt. Alle Ergänzungen erkennen Sie an ihrer Farbe; die aktuellsten finden Sie unter „Neue Publikationen“.
Nosode | Praxis Ravi Roy | alle übrigen Quellen | Summe | |
|---|---|---|---|---|
Psor. | 65 | 90 | 155 | |
Med. | 80 | 11 | 91 | |
Syph. | 94 | 75 | 169 | |
Tub. | 295 | 78 | 373 | |
Carc. | 42 | 17 | 59 | |
Ambr. | 19 | 15 | 34 | |
Lyss. | 66 | 18 | 84 | |
Hippoz. | 54 | 3 | 57 | |
Tox. | 31 | 43 | 74 | |
Polio | 57 | 0 | 57 | |
Tet. | 40 | 1 | 41 | |
Diph. | 26 | 24 | 50 | |
Staphyl. | 44 | 25 | 69 | |
Denys | 4 | 24 | 28 | |
Malar. | 7 | 104 | 111 | |
Mag-p-ambo, | 13 | 93 | 106 | |
X-ray | 4 | 32 | 36 | |
Parat-B. | 2 | 30 | 32 | |
Thyr. | 6 | 69 | 75 | |
Summe: | 949 | 752 | 1701 |
Wie dieses Repertorium zustande kam
Gott sei Dank sieht man am Anfang das Ausmaß einer Arbeit nicht wirklich!
Mehr als 30 Jahre vergingen, bevor die eigentliche Arbeit an diesem Repertorium beginnen konnte. 1974 sah ich zwar alles vor mir, was zu machen ist, aber nicht, was dies bedeutet. Eines war klar: Alle Zeitschriften und Bücher zur Homöopathie in den wichtigsten Sprachen müssen durchgearbeitet werden. Damals war mir noch nicht klar, daß die Information nicht nur genau analysiert, sondern auch minuziös überprüft werden muß. Erst als wir mit der Arbeit anfingen, wurde uns bewußt, daß kein Symptom von irgendeinem Repertorium einfach so übernommen werden konnte, weil es nie eine Qualitätskontrolle gegeben hat (siehe Artikel: Die Notwendigkeit eines zuverlässigen Repertoriums). Da ohnehin alles in der homöopathischen Literatur zu überprüfen ist, stehen die Repertorien als Werke für die Ergänzungen nicht im Vordergrund für diese Arbeit.
Nachdem wir uns tiefer in die Materie eingearbeitet hatten, sahen wir das Problem nicht im Eintragen der vielen Tausend wertvollen Symptome aus meiner Erfahrung und der Literatur, die ich über die Jahre gesammelt hatte, sondern in den täglich hinzu kommenden neuen Symptomen, sei es aus der Praxis oder der Literatur.
Es bedurfte eines Programms, mit Hilfe dessen man gleich alle Eintragungen und Korrekturen vornehmen konnte, das aber auch sofort allen Benutzern zugänglich sein sollte. So entstand das Online-Repertorium.
Stand der Nachtragungen: (15.07.2009)
Quelle | Nachtragungen |
|---|---|
Praxis Ravi Roy | 2915 |
andere Quellen | 8471 |
Summe | 11386 |
Mehr Sicherheit in der Mittelwahl
Es gibt die schöne Geschichte von E. B. Nash, dem Autor von „Leitsymptome in der homöopathischen Therapie“. Ein Patient erzählte von einem Symptom, von dem Nash sicher wußte, es irgendwo gelesen zu haben. Nachdem ihm nicht einfiel bei welchem Mittel, holte er die Materia medica und fing an, alle Mittel, von A angefangen, durchzulesen. Glückerweise fand er das Mittel bereits unter „C“.
Wenn das Symptom im Repertorium zu finden gewesen wäre, dann hätte er kein Problem gehabt. So war es aber auch ein Segen für ihn, weil er so viele Mittel zwangsläufig durchlesen mußte, und sein Wissen über sie so vertiefen konnte.
Wenn doch nur alles in einer oder auch in 20 Materiae medicae zu finden wäre! So unglaublich es auch klingen mag: dieser Wissensschatz ist weit verstreut und versteckt. Die meisten Materiae medicae geben uns fast nur das Grundsätzliche von einem Mittel, und vielleicht ein Goldkorn hie und da. Das Grundsätzliche, wie Nash sagt, ist gut für unkomplizierte Fälle. - Aber wenn wir darüber hinausgehen wollen: Es hat Jahrzehnte gedauert, bevor sich das Bewährte auch bei einem kleinem Bereich der unzähligen Krankheitszustände gezeigt hat, und das meiste fand seinen Weg nicht in ein Repertorium! Der bekannte J. P. Gallavardin hat auch ein Repertorium geschrieben, aber es enthält nicht sein ganzes Wissen, auch nicht seine Materia medica! Vieles ist in seinen Fallbeschreibungen versteckt. Die Früchte davon sehen Sie im Online-Repertorium.
So ist es mit allen berühmten und nicht so berühmten Homöopathen und deren Schriften. Hunderte und Tausende von Goldkörnern liegen versteckt dadrin. Diese Goldkörner geben uns die Sicherheit in der Mittelwahl!
Neue Wertigkeiten (Wichtigkeit) in Farbe nicht nur für Mittel, sondern auch für Symptome.
Fast alle Symptome, die nachgetragen werden, bekommen eine der vier Farben: Magenta, Orange, Grün oder Violett. Im Online Repertorium wollen wir die Qualität genau bestimmen und fast ausnahmslos nur qualitativ wichtige Symptome nachtragen. Für Forschungszwecke und um die Symptomenkomplexe bestimmen zu können, benötigen wir manche „banale“ Eintragungen. Aber sie stören ja den Vorgang des Suchens und Repertorisierens nicht.
Nach einer gründlichen Analyse wird das Symptom als
- essentielles Symptom
- bestätigt und charakteristisch
- bestätigt
- viel versprechend, aber noch richtig zu bestätigen
- unbekannte Qualität, aber hat Potenzial
eingetragen.
Die Farbe Magenta bezeichnet alle Symptome, welche die essentielle Natur eines Mittels bilden. Das ist die Basis, um die Mittel in ihrem Wesen zu verstehen; somit dient es auch dem Verständnis für den Einsatzbereich eines Mittels.
Die Farbe Orange bekommen alle Mittel, die sich eindeutig und vielfältig in der Praxis bewährt haben; das Symptom ist charakteristisch für das Mittel.
Die Farbe Grün bekommen die Mittel, wenn sich das Symptom für dieses Mittel häufig genug in der Praxis bewährt hat und auch die allgemeine Richtung (die pathologische Basis) des Mittels abdeckt.
Die Farbe Violett kennzeichnet wichtige Mittel und Symptome, welche sich entweder durch die Analyse als potentiell wertvoll herausstellen oder die bei Patienten positiv beeinflußt wurden. In der Praxis werden wir dann beobachten, ob das Symptom unter ähnlichen Umständen wiederholt gebessert oder geheilt wird.
Die Farbe Blau bezeichnet Prüfungssymptome, welche Potenzial haben, sich jedoch noch nicht in der Praxis bewährt haben. Oder sie gehören zu den “Bönninghausenschen Verallgemeinerungen” und den “banalen” Symptomen.
Aktueller Stand
Krankheitsnamen und medizinische Fachbegriffe
Krankheitsnamen und medizinische Fachbegriffe auf den heutigen Stand zu bringen, ist keine einfache Aufgabe, weil die Homöopathie eine viel breitere Basis hat. Es soll auch der wirkliche Sinn eines Begriffes erhalten bleiben. Aber das Eigentliche bei der neuen Übersetzung war die Bestimmung der Worte und des Wortlautes, besonders bei den geistigen Rubriken. Es gab monatelange Überlegungen und Diskussionen, was das Englisch von damals und das Altdeutsch betrifft. Es ging nicht einfach darum, “Furcht” in “Angst” umzubennen. Es sind die Unterrubriken, welche richtig überlegt werden müsssen, wie sie am besten auszudrücken sind, so daß der Sinn klar und eindeutig ist. Grundsätzlich denken wir, daß es uns gelungen ist, aber eine laufende Überprüfung läßt uns doch manches als verbesserungsbedürftig einschätzen – und entsprechend optimieren.
Kürzlich (Mai 2009) haben wir die Rubrik “Vaginismus” unter die Lupe genommen und festgestellt, daß auf der Grundlage der alten, nicht so klaren Definition viele Mittel eintragen wurden, die sich aber in der Praxis nicht bewährt haben. Ausführliches hierzu finden Sie im Online-Repertorium unter dieser Rubrik.
Bessere Behandlungsgrundlage
Laufend Updates aus Praxis und Literatur
Unsere Bemühung ist es, eine gute Grundlage für die homöopathische Behandlung zu schaffen. Solch eine Grundlage besteht aus vielen Einzelteilen. Das wichtigste sind verläßliche Symptome. Diese Arbeit verlangt eine penible Überprüfung jedes einzelnen Symptoms, bevor es Eingang ins Repertorium findet. Aber es muß auch das Vorhandene überprüft werden. Das tun wir laufend. Zuerst wird jedes Mittel im Kapitel “Allgemeines” überprüft. Zweifelhaftes ist mit einem oder zwei Minuszeichen versehen. Ferner gibt es zu jedem Mittel einen Kommentar über die Recherche und unsere Schlußfolgerungen hinsichtlich der (Un-)Zuverlässigkeit.
Diese Arbeiten werden premanent gemacht. Trotz vieler engagierter und gewissenhafter Mitarbeiter ist sie angesichts unserer hohen Qualtitätsanforderungen langsam, aber stetig. Wir sind davon überzeugt, daß die Schildkröte das Ziel erreichen wird!
Übersichtlicher, effizienter
Reduzierung auf zuverlässige Symptome; Kents logische Struktur verbessert, vereinfacht, vereinheitlicht; komfortable Suchfunktion
Bei allen großen Rubriken sind die Mittel verdeckt dargestellt und werden per Klick sichtbar gemacht. Auch die Symptomenkomplexe sind hinter der Oberfläche “versteckt”, können jedoch ebenfalls per Klick dargestellt werden, und sind in der Repertorisationsanalyse aufgelistet (die in Frage kommenden).
Kents Struktur haben wir verbessert und vereinfacht. So stehen nun z.B. alle abwechselnden Symptome ganz am Anfang, direkt nach den Zeiten. Alle “Als-ob”-Symptome befinden sich am Ende, vor dem “erstreckt sich”.
Mit der komfortablen Suchfunktion läßt sich nach bis zu fünf Begriffen gleichzeitig suchen, in zwei Sprachen, in einem oder allen Kapiteln, nach einem oder allen Mitteln!
Eine Übersicht über die im Online Repertorium verwendeten Symbole finden Sie unter „Hilfe“.
Immer verfügbar
Internetzugang genügt
Ravi Roys Online-Repertorium ist optimiert für Microsoft Internet Explorer 7 und höher sowie für Mozilla Firefox 3.0 und höher. Wir empfehlen eine Bildschirmauflösung von mindestens 1280 x 800 Pixel.
International
Die Daten werden gleichzeitig auf Deutsch und Englisch veröffentlicht.
Wir bearbeiten das deutsche und englische Repertorium gleichzeitig und in einem Arbeitsgang. Dadurch ist eine hohe Qualität in der Übersetzung sichergestellt.
Sie haben die Möglichkeit, das Online-Repertorium gleichzeitig in beiden Sprachen zu benutzen. Hierzu klicken Sie einfach unten auf der Seite auf “Sprache wechseln”.
Einladung
Wir laden Sie ein, Teil dieses Erfahrungswerkes zu werden! Das Repertorium ist so konzipiert, daß es Ihnen erlaubt, Ihre eigenen fundierten Praxiserfahrungen in den Wissensschatz einfließen zu lassen.
So bitten wir Sie, uns Ihre Praxiserfahrungen besonders beim Einsatz der Nosoden, Imponderabilien und Sarkoden mitzuteilen. Hierzu schicken Sie einfach Ihre erfolgreichen Fälle zusammen mit den bewährten Symptom an uns – per Post oder e-Mail.

